Norddeutsche Wasserstoffstrategie

Deutschlandweite Antrags- und Genehmigungs-plattform startet

Seit diesem Wochenende können erstmals einzelne Pilot-Wasserstoff-Kernnetzbetreiber über eine neu entwickelte digitale Antrags und Genehmigungsplattform Anträge für die Genehmigung von Wasserstoffkernnetzleitungen stellen und Pilotbehörden diese Anträge vollständig digital bearbeiten. Aufgrund eines Verwaltungsabkommens zwischen dem im Bund für die Verwaltungsdigitalisierung zuständigen Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und der Freien und Hansestadt Hamburg stellt Hamburg eine bundesweit nutzbare und vollständig Ende-zu-Ende digitalisierte Antrags- und Genehmigungsplattform mit KI-Unterstützung für die Genehmigung von Wasserstoffkernnetzleitungen bereit. Die Plattform setzt auf der erfolgreichen OZG-EfA-Lösung Bürgerbeteiligung und Information (DiPlanung) auf, die bereits in sechs Bundesländern für die kommunale Bauleitplanung und Raumordnung verwendet wird. Über eine vollständig digitale Antrags- und Verfahrensführung wird die gesamte Prozesskette flächendeckend spürbar beschleunigt. Mit dem Go-Live der Plattform wird der erste Schritt zu einer bundesweit nutzbaren, Ende-zu-Ende digitalisierten Antrags- und Genehmigungsplattform mit KI-Unterstützung gegangen. Initiiert wurde das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), das das Projekt aus Haushaltsmitteln des Klima- und Transformationsfonds (KTF) finanziert. BMDS und Hamburg streben auch 2026 eine Fortführung ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit für die Integration einer vom Bund bereitgestellten KI-Komponente in die Plattform an. Die gesammelten Erfahrungen bei der KI-Integration sollen anschließend in die Kommunen überführt werden. Mehr unter: www.h2.diplanung.de.

Bundeswirtschafts-ministerium veröffentlicht zweiten Förderaufruf

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat den zweiten Förderaufruf im Rahmen der Förderrichtlinie für internationale Wasserstoffprojekte veröffentlicht. Den Link zur Pressemitteilung finden Sie hier:https://www.bundeswirtschaftsministerium.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2025/09/20250924-bundeswirtschaftsministerium-veroeffentlicht-zweiten-foerderaufruf-foerderrichtlinie-internationale-wasserstoffprojekte.html Ziel ist die Unterstützung von Projekten zur Erzeugung und Nutzung von erneuerbarem Wasserstoff und seinen Derivaten im außereuropäischen Ausland.Deutsche Unternehmen können bis zum 18. Dezember 2025 Projektskizzen einreichen. Die Förderung konzentriert sich im Modul 1 auf den Aufbau industrieller Erzeugungsanlagen sowie begleitende Forschungsvorhaben (z. B. Machbarkeitsstudien). Damit soll der Einsatz deutscher Wasserstofftechnologien im Ausland gestärkt und der Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland vorbereitet werden. Pro Projekt sind Fördersummen von bis zu 30 Millionen Euro möglich, vorbehaltlich des Haushalts 2026. Mit der Richtlinie fördert das BMWE gezielt den deutschen Mittelstand, insbesondere Technologielieferanten und Projektentwickler, beim Aufbau neuer internationaler Märkte. Am 13. Oktober 2025 findet eine Informationsveranstaltung zur Förderrichtlinie statt.👉 Anmeldung unter: formulare.ptj.de/infoveranstaltung_zum_foerderaufruf_internationale_wasserstoffprojekte Für Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung steht der Projektträger Jülich (PtJ) im Auftrag des BMWE zur Verfügung.Weitere Informationen sind auf der Plattform One-Stop-Shop Wasserstoff im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie verfügbar.