Bremen wird erstes von der EU gefördertes Hydrogen Valley in Deutschland

Bremen wird zur ersten von der EU geförderten Wasserstoff-Modellregion in Deutschland: Mit rund neun Millionen Euro unterstützt die EU das Projekt „H2B:IMPACT“ (Hydrogen in Bremen: Innovations in Mobility, Ports and Clean Transformation). Ziel ist der Aufbau eines sogenannten Hydrogen Valley, in dem Wasserstoff entlang der gesamten Wertschöpfungskette produziert, gespeichert, verteilt und angewendet wird. Die Fördervereinbarung wurde im März 2026 zwischen der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation und der Clean Hydrogen Partnership unterzeichnet. Damit setzt sich Bremen im europäischen Wettbewerb durch und reiht sich in einen ausgewählten Kreis europäischer Modellregionen ein. Im Rahmen des Projekts sollen konkrete Anwendungen von Wasserstoff in Industrie, Häfen, Mobilität und Baugewerbe umgesetzt und unter realen Bedingungen erprobt werden. Die Demonstrationsphase ist auf mehrere Jahre angelegt und soll wichtige Erkenntnisse für den breiten Einsatz von Wasserstoff liefern. Insgesamt sind 27 Partner aus Deutschland und Europa beteiligt. Federführend ist die Wirtschaftsbehörde Bremen, unterstützt vom Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik sowie weiteren internationalen Partnern. Auch Forschungseinrichtungen wie das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES bringen ihre Expertise ein. Das Projekt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und verbindet Produktion, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff. Mit einer geplanten Elektrolyseleistung von rund 25 Megawatt soll grüner Wasserstoff für verschiedene Sektoren bereitgestellt werden. Die EU-Förderung gilt zugleich als wichtiges Signal für die Wasserstoffwirtschaft in Norddeutschland. Bremen stärkt damit seine Rolle als Innovationsstandort und treibt die Entwicklung einer integrierten Wasserstoffwirtschaft weiter voran. Langfristig sollen die im Projekt entwickelten Lösungen in den Regelbetrieb überführt und als Vorbild für andere Regionen in Europa dienen.
Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff: Bund und Land erhöhen Förderung

Bund und Land erhöhen die Förderung für die klimafreundliche Stahlproduktion mit grünem Wasserstoff deutlich. Für das Projekt „SALCOS“ des Stahlkonzerns Salzgitter stellen der Bund und das Land Niedersachsen zusätzliche Mittel in Höhe von rund 322 Millionen Euro bereit. Damit steigt die Gesamtförderung für die erste Ausbaustufe auf etwa 1,32 Milliarden Euro. Die zusätzlichen Mittel waren Anfang Februar 2026 von der EU-Kommission beihilferechtlich genehmigt worden. Der Bund trägt rund zwei Drittel der neuen Förderung, Niedersachsen etwa ein Drittel. Ziel ist es, eine bestehende Finanzierungslücke zu schließen und die Transformation der Stahlproduktion voranzubringen. Kern des Projekts ist die schrittweise Umstellung von der kohlebasierten Hochofenroute hin zu wasserstoffbasierten Verfahren. Dabei soll künftig grüner Wasserstoff eingesetzt werden, um CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren. Die Stahlindustrie zählt zu den energieintensivsten Branchen und verursacht einen erheblichen Anteil der industriellen Treibhausgase. Aus norddeutscher Perspektive gilt das Vorhaben als wichtiger Baustein für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Niedersachsen und die norddeutschen Küstenländer setzen im Rahmen ihrer Wasserstoffstrategien auf eine enge Verzahnung von Industrie, Hafenstandorten und Importinfrastruktur. Projekte wie SALCOS können dabei als Anker für Nachfrage dienen und Investitionen in Transport- und Produktionskapazitäten auslösen. Auch in Hamburg wird der Aufbau entsprechender Strukturen vorangetrieben. Mit Projekten wie dem „Hamburg Green Hydrogen Hub“ soll die Region zu einem zentralen Knotenpunkt für Produktion und Verteilung von grünem Wasserstoff werden, insbesondere für Industrie und Logistik. Die Ausweitung der Förderung in Niedersachsen unterstreicht damit die strategische Bedeutung Norddeutschlands für die industrielle Nutzung von Wasserstoff. Der Einsatz in der Stahlproduktion gilt als Schlüsselanwendung, um die Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig industrielle Wertschöpfung in der Region zu sichern.
tesa setzt auf grünen Wasserstoff: Industrielle Transformation in Hamburg-Harburg

Der Klebebandhersteller tesa treibt die Dekarbonisierung seiner Produktion in Hamburg-Harburg konsequent voran und setzt dabei künftig auf grünen Wasserstoff. Mit dem geplanten Anschluss an das Wasserstoff-Industrienetz HH-WIN bis 2027 stärkt das Unternehmen die Wasserstoffwirtschaft in Norddeutschland und setzt ein wichtiges Signal für die klimaneutrale Industrie. Das Werk in Hamburg-Harburg ist der größte Produktionsstandort des international tätigen Herstellers für Klebebänder und selbstklebende Produktlösungen. Dort plant tesa eine umfassende Transformation seiner energieintensiven Fertigung. Im Zentrum steht der Einsatz von grünem Wasserstoff, um fossile Energieträger zu ersetzen und CO₂-Emissionen deutlich zu reduzieren. Ergänzt wird das Transformationskonzept durch die Elektrifizierung der Prozesswärme, den Einsatz von Wärmespeichern sowie KI-gestützte Steuerungssysteme zur Optimierung der Produktionsabläufe. Dadurch soll die Produktion langfristig klimaneutral und zukunftsfähig ausgerichtet werden. Für die Umrüstung erhält tesa eine Förderung der Stadt Hamburg in Höhe von rund 950.000 Euro. Der Anschluss an das Wasserstoffnetz HH-WIN gilt dabei als zentraler Baustein. Das entstehende Netz wird künftig Wasserstofferzeuger, Importterminals und industrielle Abnehmer miteinander verbinden und so die Infrastruktur für eine skalierbare Wasserstoffwirtschaft in Norddeutschland schaffen. Für Norddeutschland zeigt das Projekt beispielhaft, wie industrielle Transformation und Infrastrukturentwicklung Hand in Hand gehen können. Die Umstellung bei tesa unterstreicht somit die zentrale Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung energieintensiver Produktionsprozesse und liefert damit einen wichtigen Impuls für die Wasserstoffwirtschaft in der Region.
Wasserstoff-Kongress

Wasserstoff-Kongress 2026 „EnergieZukunftWasserstoff“ Um die Rolle von Wasserstoff im Energiesystem zu bewerten und zu prognostizieren, sind verschiedene wissenschaftliche Perspektiven zu berücksichtigen. Am 5. Mai 2026 veranstaltet die Wasserstoff-Arbeitsgruppe der Akademie der Wissenschaften in Hamburg einen interdisziplinären Kongress unter der Überschrift „EnergieZukunftWasserstoff“. Rund ein Dutzend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kommen in der Bucerius Law School in Hamburg zusammen, um sich in Vorträgen und Diskussionen mit Fragen rund um den Einsatz von Wasserstoff zu befassen. Das Kongress-Programm verbindet Perspektiven aus Naturwissenschaften und Recht ebenso wie aus Politik und Wirtschaft. Wasserstoff war vor rund einem halben Jahrzehnt der große Hoffnungsträger der Energiewende, um die Dekarbonisierung des Energiesystems voranzutreiben. Inzwischen – nach dem Hype – scheint trotz weiterhin steigender Treibhausgas-Emissionen diese Option etwas an Bedeutung verloren zu haben. Die damals angedachten hochgesteckten Ziele eines Markthochlaufs wurden bei Weitem nicht erreicht. Ziel des Kongresses ist es, die Entwicklungen der letzten Jahre interdisziplinär zu analysieren und zu bewerten. Außerdem werden parallellaufende Entwicklungen im Energiesystem erörtert, die die künftige Rolle von Wasserstoff maßgeblich beeinflussen können. Daneben ist zu berücksichtigen, dass der Wertekanon seit den Politikwechseln in einigen Ländern wie den USA einem starken Wandel unterliegt – auch in Bezug auf die Weiterentwicklung der globalen und auch europäischen Energiesysteme. Trotzdem ist davon auszugehen, dass Wasserstoff im Energiesystem der Zukunft weiterhin einen wichtigen Platz einnehmen wird, gerade mit Blick auf den Klimaschutz oder auch auf die Energiesicherheit. Ebenso geht es beim Kongress darum, die Rolle des Wasserstoffs im Kontext des nationalen und europäischen Energiesystems eventuell neu zu justieren.
Woche des Wasserstoffs

Schön, dass Sie (wieder) neugierig auf die WOCHE DES WASSERSTOFFS sind – Wasserstoff hat ja auch jede Menge Power. Sie haben Interesse an der Energie der Zukunft? Die WOCHE DES WASSERSTOFFS (#WDW) lädt jedes Jahr neun Tage lang bundesweit zu Veranstaltungen ein – von Mitmachaktionen für alle bis zu Fachvorträgen für Expert:innen und diejenigen, die es werden wollen. Bei der #WDW wird Wasserstoff sichtbar, verständlich und erlebbar. Was ist die WOCHE DES WASSERSTOFFS (#WDW)? Die #WDW ist eine Aktionswoche, bei der Unternehmen, Städte, Hochschulen, Initiativen und viele weitere Akteur:innen zeigen, was Wasserstoff heute schon kann – und welche Rolle er morgen für unser Leben spielt. Warum Wasserstoff? Wasserstoff ist der Schlüssel zur Energiewende: Er macht erneuerbare Energie speicher- und transportierbar. Er hilft Industrie und Verkehr klimaneutral zu werden. Er eröffnet neue Chancen für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Kurz: Wasserstoff betrifft uns alle – und die #WDW zeigt, wie. Wer kann mitmachen? Alle! Ob Sie einfach mal reinschnuppern, Ideen für eigene Projekte sammeln oder selbst eine Aktion gestalten möchten: Die #WDW ist offen für jede:n. Mehr Infos zum Mitmachen finden Sie hier.Sie wissen schon, was Sie wollen? Dann geht es hier direkt zur Veranstaltungsanmeldung.
European Hydrogen Week

THE FAST TRACK TO THE FUTURE Hydrogen is a key player in the fight to curb climate change, due to its multiple end-uses and scope within the energy system, as recognised already by the EU Hydrogen Strategy and by the EU Green Deal. With the latest political developments, namely the decreasing affordability of energy, availability of raw materials and the need to boost the sustainable competitiveness of the European industry, it has acquired an even more central role, presenting itself simultaneously as an ally of decarbonisation, growth, and autonomy for Europe. Despite the challenges ahead, this is a massive opportunity to develop a strong European hydrogen supply chain, break free of fossil fuels, and deliver the ambitious climate goals required to keep the planet’s temperature increase under 1.5C. Join the week of all-things hydrogen and play your part in this journey! Registrations to the European Hydrogen Week are free of charge and will open in June 2026.
World Hydrogen Summit & Exhibition

The landmark event in the industry’s calendar The industry’s most influential event, World Hydrogen Summit & Exhibition returns to Rotterdam to deliver its newest edition! Brought to you by the Sustainable Energy Council and RX Global, in partnership with the Dutch Government, the Province of South Holland, the City of Rotterdam and the Port of Rotterdam, World Hydrogen is recognised as the official meeting place where hydrogen deals get done and key partnerships are forged. Progress must be assessed and benchmarked against industry and decarbonisation goals – are we on track? Join 10,000 global industry experts to exchange key insights, build new alliances and sign bold agreements that will kickstart the next wave of hydrogen project developments into the 2030s.
Hydrogen Technology World Expo 2026

Technologies and Solutions For A Low-Carbon Hydrogen Future Hydrogen Technology World Expo is the must-attend conference and exhibition that is exclusively dedicated to discussing advanced technologies for the hydrogen and fuel cell industry. The event will bring together the entire hydrogen value chain to focus on developing solutions and innovations for low-carbon hydrogen production, efficient storage and distribution as well as applications in a variety of stationary and mobile applications. The world’s largest suppliers trade fair for hydrogen technologies, materials, components, and engineering solutions More than 300 international speakers and over 20,000 attendees will come together to discuss, and see, the latest technologies and engineering solutions, advanced materials, manufacturing equipment, infrastructure, as well as test and evaluation tools and services to finally commercialize hydrogen as a mainstream provider of clean, renewable energy. PLUS – see more than 1000 exhibiting companies in the main exhibition hall. Don’t miss your chance to network with industry frontrunners and best-in-class solution providers at the Hamburg Messe, Germany on 20-22 October 2026.
Wasserstoff auf der Hannover Messe

Auch in diesem Jahr hat die Hannover Messe einen Bereich für den Wasserstoff. Das Motto: Wasserstoff-Technologien Die Reduktion von Emissionen und nachhaltige Produktionsmethoden gewinnen in der Industrie an Bedeutung. Bietet Ihr Unternehmen Technologien zur Integration von Wasserstoff? Treffen Sie auf der HANNOVER MESSE Fachbesucher und Aussteller, die nach Lösungen suchen. Die Teilnahme an der Sonderschau „Hydrogen + Fuel Cells EUROPE“ bietet Ihnen die Chance, Ihre Wasserstofftechnologien zu präsentieren, sich zu positionieren und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Weitere Infos auf der Website des Veranstalters.
7. H2 Forum Berlin

Das Datum für das nächste H2 Forum in Berlin steht fest. Weitere Infos werden auf der Website des Veranstalters folgen. Link: https://www.h2-forum.eu/