Wasserstoff-Hubs
HyBit (Hydrogen for Bremens industrial Transformation) Hub Bremerhaven Entwicklung Stellinger Moor Wasserstoff-Hub Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) Busbetriebshof Bergedorf Wasserstof Zentrum Mukran Hub Schwerin FIVE POINTS – Energy Hub Güstrow Energiehafen Rostock Green-H2-Hub Oldenburg-Wesermarsch H2Regio-Hubs im Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N) H2-Hub Emsland Wasserstoff Campus Salzgitter Green Energy Hub Helmstedt Wasserstoff-Hub Wilhelmshaven/ (Ost-)Friesland AquaVentus Wasserstoffhub Region Heide Wasserstoff-HUB ChemCoast Park Brunsbüttel

HyBit (Hydrogen for Bremens industrial Transformation)

28237 Bremen

Erzeugung: 12 MW (2023), ), >50 MW (2026), 300 MW (ab 2030)

Bedarf insgesamt: >50.00 t/a

Ansprechpartner: Dr. Thomas Kalkau, thomas.kalkau@swb-gruppe.de

Link: https://www.swb.de/ueber-swb/unternehmen/nachhaltigkeit/wasserstoff/elektrolyseur

Beschreibung: Elektrolyseur am Stahlwerk Bremen als Kern einer neuen Wasserstoffwirtschaft. Im Zentrum des Vorhabens stehen das swb-Kraftwerk Mittelsbüren und das Stahlwerk der ArcelorMittal Bremen GmbH. In einer derzeit leerstehenden Halle des Kraftwerks soll im ersten Schritt ein Elektrolyseur mit einer Leistung von 12 Megawatt (MW) entstehen. Bis zum Jahr 2030 soll die Elektrolysekapazität auf bis zu 300 MW ausgebaut werden, elektrische Energie wird dann exklusiv aus vorhandenen Offshore-Windparks zur Verfügung gestellt. Der so produzierte Wasserstoff soll im Stahlwerk Stein- bzw. Braunkohle ersetzen und auch im Verkehrssektor zum Einsatz kommen.

Hub Bremerhaven

27568 Bremerhaven

Erzeugung: 10- 100 MW

H2 Bedarf insgesamt: noch nicht spezifiziert

Ansprechpartner: >Teilprojekte (a), (c), (d), (e), (j): Saskia Greiner, greiner@BIS-Bremerhaven.de; Teilprojekte (b), (f), (g), (h), (i): Uwe von Bargen, Uwe.von.Bargen@bremenports.de

Link: 

https://www.bis-bremerhaven.de/wirtschaftsstandort/wasserstoff.99406.html

https://wind-wasserstoff-bremerhaven.de/ 

https://bremenports.de/greenports/wasserstoff/

https://sharc-project.de/

Beschreibung: Der Wasserstoff-HUB Bremerhaven soll sowohl den Import, die Erzeugung, die Hinterland-Distribution, die Verwendung in der Hafen-, Transport- und maritimen Wirtschaft und zugehörige Dienstleistungen abdecken.

Am Seehafenstandort an der Wesermündung sind mehrere Teilprojekte geplant, u.a. Elektrolyseurstandorte im Fischereihafen (a), im Überseehafengebiet (b) und an der Müllverbrennungsanlage (c). Wo in der Stadt eine Großelektrolyse-Anlage (d) und/oder die PtX-Erzeugung (e) aufgebaut werden, ist noch zu klären. Neben dem Aufbau von CO2-Umschlagsanlagen (f) wird auch ein Umschlag von Wasserstoff (g) und deren Derivaten (h) geprüft. Die Verwendung des lokal erzeugten Wasserstoffs soll in maritimen Anwendungen des Hafens (Arbeitsschiffe, Generatoren, Nutzfahrzeuge, Rangierloks und LKW) erfolgen, die Treibstoffverfügbarkeit über eine multimodale Tankstelle organisiert werden (i). Bremerhaven ist auch an der Entwicklung des Innovations- und Technologiezentrums Nord [(j) ITZ Nord] beteiligt.

Entwicklung Stellinger Moor

21029 Hamburg

Erzeugung: 15 MW

Bedarf insgesamt: 913 t/a (2030)

Ansprechpartner: Jochen Springer, jochen.springer@hiicce.hamburg

Link:

Beschreibung: Am Standort der ehemaligen MVA Stellinger Moor entsteht das neue Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) der Stadtreinigung Hamburg (SRH) mit Restmüllsortierung und thermischer Verwertung der nicht stofflich verwertbaren Sortierreste. Ca. 15 Hektar, ab 2027 fünf städtische Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg, Müllverbrennungsanlage, Busbetriebshof, derzeit Untersuchung zur Versorgung von bis zu 100 H2-Bussen der VHH ab 2027/28 und ungefähr derselben Anzahl an Müll- und weiteren Fahrzeugen über 2030 hinaus statt. Siehe auch „Busbetriebshof Bergedorf“

Wasserstoff-Hub Freie und Hansestadt Hamburg (FHH)

20539 Hamburg

Erzeugung: 100 MW

Bedarf insgesamt: im Gigawatt Bereich

Ansprechpartner: Oliver Henry Koch, oliverhenry.koch@gasnetz-hamburg.de

Link:

https://www.gasnetz-hamburg.de/ueber-gasnetz-hamburg/presse/pressemitteilungen/wasserstoffverbund-hamburg

https://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/15103962/2021-05-28-bwi-bukea-wasserstoffwirtschaft/

Beschreibung: Stadtgebiet der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburger Hafen mit den dort im Sektor Industrie ansässigen Unternehmen, Einspeisung von lokal erzeugtem Wasserstoff von bereits existierenden als auch weiteren geplanten Groß-Elektrolysen, geplante Anbindung von Hamburg an ein paneuropäisches/nationales H2 Backbone-Netz auch die ergänzende Einbindung von H2 Transporten zur Deckung der H2 Bedarfe im Sektor Industrie als auch der Sektoren Verkehr und Wärme ermöglichen wird.

Import von grünem Wasserstoff über den Seeweg, weitere konkrete H2 Nutzungen im Verkehr bereits existent bzw. in der Umsetzungsplanung bzw. -vorbereitung, maritime Verkehre, Flugverkehr und Flughafen, ÖPNV (u.a. H2 Busse) sowie Schwerlaststraßenverkehr.

Eine stoffliche H2-Nutzung erfolgt bereits heute bspw. in der chemischen Industrie. Dieser H2-Bedarf wird voraussichtlich langfristig weiterhin bestehen. H2 als Ausgangsträger für die Weiterverarbeitung für synthetische Kraftstoffe oder bzw. synthetische Gase stellen einen Teil der Überlegungen für den Auf- und Ausbau des „Wasserstoff-Hub FHH“ dar.

Busbetriebshof Bergedorf

21029 Hamburg

Erzeugung: 10 MW

Bedarf insgesamt: 1168 t/a (2033)

Ansprechpartner: Jochen Springer, jochen.springer@hiicce.hamburg

Link:

Beschreibung: Am Standort der ehemaligen MVA Stellinger Moor entsteht das neue Zentrum für Ressourcen und Energie (ZRE) der Stadtreinigung Hamburg (SRH) mit Restmüllsortierung und thermischer Verwertung der nicht stofflich verwertbaren Sortierreste. Ein Teil der hierdurch gewonnenen Energie wird zur Versorgung des Gesamtstandortes mit weiteren kommunalen Neuansiedlungen auf dem Nachbargelände eines stillgelegten Klärwerkes genutzt. Insbesondere soll dort ein neuer Busbetriebshof für ausschließlich speicher- und brennstoffzellenelektrisch betriebene Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) entstehen.
Auch die SRH wird ihre Fahrzeugflotte sukzessive auf emissionsfreie Antriebsarten umstellen, für die Groß-Nutzfahrzeuge ist ein elektrischer Antrieb mit Brennstoffzelle als Range-Extension vielversprechend.
Nach Ausbau dieser Flotten, der für die Busflotte 2030 und für die SRH-Fahrzeuge 2033 abgeschlossen ist, liegt der Wasserstoffbedarf bei ca. 3.200 kg/d. Die Erzeugungskapazität aus dem im Mittel durch das ZRE erzeugten Überschussstrom liegt bei etwa dem Doppelten, so dass noch erhebliche Ausbaupotenziale bestehen.

Wasserstof Zentrum Mukran

18546 Sassnitz

Erzeugung: 105 MW

Bedarf insgesamt: 9.750 t/a

Ansprechpartner: Claudia Martens, martens@mukran-port.de

Link: https://www.mukran-port.de/de/industrial-site/energy-hydrogen-business.html

Beschreibung: An der Ostseite der Insel Rügen gelegenerer Multipurpose Hafen mit angeschlossenem Industriegebiet. Produzenten und Nutzer von Wasserstoff finden bei uns ein spannendes Umfeld. Im Rahmen der HyLand-Projekte haben sich in unserer Region zahlreiche Akteure vernetzt. Als Mitglied dieses Netzwerkes fördern wir die Produktion und weiteren Verwertung von grünem Wasserstoff an unserem Standort. Wir möchten ein grüner Industriestandort werden. Ressourcenschonende Konzepte sind uns darum besonders willkommen.

Hub Schwerin

19061 Schwerin

Erzeugung: 10 MW

Bedarf Mobilität: 290 t/a

Bedarf insgesamt: 719 t/a

Ansprechpartner: ">Dr. Josef Wolf, Josef.Wolf@swsn.de;  Sylvia Schimanek, Sylvia.Schimanek@wempro.de

Link:

Beschreibung: Der Standort wird auf einer Fläche im Schweriner Industriepark „Göhrener Tannen“ geplant.  Ziel ist der Aufbau eines Energie-Parks zur Wasserstoffproduktion. Der Ausbau soll in mehreren Stufen erfolgen (je 10 MW). Der Wasserstoff soll an einer Tankstelle vor Ort für Mobilitätsanwendungen angeboten werden und in mobile Tankstation gefüllt werden um den städtischen Nahverkehr mit Wasserstoff zu versorgen, da dieser prüft Brennstoffzellen-Busse anzuschaffen. Weitere Abnehmer wären die städtische Abfallbeseitigung, sowie die LKW-Flotten der im Gewerbepark ansässigen Unternehmen. Perspektivisch ist eine Versorgung von Brennstoffzellen-Zügen möglich, da der Nahverkehr einen Anschluss an das Deutsche Bahn Schienennetz besitzt.

In einem weiteren Schritt wird geprüft, ob der Wasserstoff zur Veredlung von CO2 aus einer Biogasanlage verwendet werden kann. Als Ergebnis könnte synthetisch hergestelltes, CO2-neutrales Methan ins Erdgasnetz eingespeist werden.

FIVE POINTS – Energy Hub Güstrow

Erzeugung: 100 MW, Leistungserweiterung in Größenordnung möglich

H2 Bedarf insgesamt: >16.000 t/a

Ansprechpartner: Matthias Heinicke, info@mm-renewables.de  

Link: www.mm-renewables.de (Link zum Projekt wird noch erstellt)

Beschreibung: FIVE POINTS bildet den Energie-Hub für die zukünftige sichere Energieversorgung der Region Nordostdeutschland. Der zukünftige Erzeugungshub befindet sich im Stadtgebiet von Güstrow in Zentralmecklenburg. Hier entsteht mit exzellenten Voraussetzungen ein einzigartiges Ballungszentrum von fünf Energieinfra-strukturen (FIVE POINTS): Windstrom, Bioenergie, Wasserstoff, Stromnetz, Gasnetz.

Ziel des Energy Hub Güstrow ist die Produktion von grünem Wasserstoff. Die Örtlichkeit bietet das Potential auch zur Herstellung von Wasserstoffderivaten (synthetische Kraftstoffe) und die Einspeisung wasserstoffbasierter, CO2-neutraler Gase ins Erdgasnetz.

Der Kapazitätsaufbau soll stufenweise erfolgen. Die Bereitstellung des Wasserstoffs ist für weiter entfernt gelegene Industrieproduktionsprozesse sowie Wärmeerzeugung und Mobilitätsanwendungen vor Ort geplant. Geprüft wird die Versorgung von Schienenfahrzeugen (Eisenbahnanschluss nahebei), des Flugverkehrs (am nahegelegenen Regionalflughafen) sowie Bedarfe der Schifffahrt. Mit Wasserstoff versorgt werden sollen städtische Verbraucher sowie Anwender in den Regionen Hamburg, Salzgitter und Sachsen-Anhalt via Gasnetz, Straße, Schiene.

Energiehafen Rostock

Erzeugung: 1 GW (2030)

H2 Bedarf Industrie: 100.000 t/a

H2 Bedarf insgesamt: 100.000 t/a

Ansprechpartner: Dr. Ralf Tschullik / Jens Aurel Scharner, r.tschullik@iwen-institut.de / management@rostock-port.de

Link: www.energyport-rostock.de

Beschreibung: Mit einer geplanten Kapazität von 1 GW Elektrolyseurleistung innerhalb eines Jahrzehnts wird der Hafen Rostock für Wasserstoff und grünen Ammoniak das deutsche multimodale Drehkreuz im Baltischen Raum. Der Standort kann langfristig in die Importinfrastruktur integriert und damit Teil der europäischen Wasserstoffwirtschaft und eines transnationalen Wasserstoffpiplinenetzes werden. Eine Vielzahl von Anwendungen wie beispielsweise im Mobilitätssektor, der grünen Ammoniakproduktion, maritime Lösungen aber auch die Nähe zu Offshore-Windparks sowie das Offshore-Wind Test- und Innovationsareal, bieten viel Potential für ein integriertes grünes Wasserstoffprojekt. Das Initialprojekt HyTechHafen Rostock beinhaltet zunächst eine kombinierte grüne Wasserstoff- und Ammoniakanlage mit 100 MW Elektrolyseurleistung und eine Chemieanlage mit grünem Ammoniak-Output mit bis zu 300 MTPD.

Green-H2-Hub Oldenburg-Wesermarsch

26122 Oldenburg

Erzeugung: 1 GW

Bedarf insgesamt: 30.000 t/a

Ansprechpartner: Michael Kurz / Tobias Moldenhauer, kurz@brake.de / tobias.moldenhauer@ewe.de

Beschreibung: Die Region Oldenburg/Wesermarsch befindet sich inmitten der Metropolregion Nordwest zwischen Bremen, Bremerhaven und Oldenburg. Sowohl im industriellen als auch im Verkehrsbereich besteht daher ein großes Absatzpotential. So kann am Standort zukünftig beispielsweise Wasserstoff für die Stahlwerke in Bremen, aber auch für den Verkehrssektor in der Region erzeugt und über vorhandene Kavernen strukturiert werden.

Die Region zeichnet sich durch ihren starken Ausbau erneuerbarer Energien sowie der sehr guten Anbindung in Strom- und Gasinfrastruktur aus. So ist beispielsweise der Landkreis Wesermarsch sehr gut über 220 und 380 kV Netzanbindungen an die elektrische Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland angeschlossen. Zukünftig ist es geplant weitere große Offshoreanbindungen am Kernkraftwerk Unterweser anzuschließen. Hervorzuheben ist, dass bereits kurzfristig einzelne Erdgasleitungen für den Transport von Wasserstoff umgestellt werden könnten.

Das Green-H2-Hub Oldenburg-Wesermarsch ist Teil des EWE IPCEI Vorhabens Clean Hydrogen Coastline, einem ganzheitlichen Projektansatz im Nordwesten, bei dem bis zu 400 MW Elektrolyseleistung, in ein System mit Wasserstoffkavernen und H2-Pipelines sowie Absatzmärkten, in Industrie und Verkehr, integriert werden sollen.

H2Regio-Hubs im Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N)

21339 Lüneburg

Erzeugung: 6.000 t/a

Bedarf Mobilität: 6.000 t/a

Bedarf insgesamt: 6.000 t/a

Ansprechpartner: Monika Scherf, monika.scherf@arl-lg.niedersachsen.de

Link: www.h2non.de

Beschreibung: Das Wasserstoffnetzwerk Nordostniedersachsen (H2.N.O.N) umfasst die elf Landkreise des Amtsbezirks Lüneburg. In dieser Region entwickelt das Netzwerk Keimzellen für die Entwicklung von Wasserstoff-Mikro-Hubs, sog. H2Regio-Hubs, in denen Wasserstofftechniken in Wert gesetzt werden (je ca. 1.200 t H2 jährlich). Dies geschieht vornehmlich durch regionale Clusterung der lokalen Akteure in den Bereichen Erzeugung, Infrastruktur und Nutzung sowie Unterstützung bei der Aufbaukoordination der Wertschöpfungskette. Im Weiteren werden auch die Nutzbarmachung des Nebenprodukt-H2 der Dow in Stade (ca. 50.000 t/a) sowie der Aufbau einer Wasserstoff-Importstruktur über Stade und/oder Cuxhaven verfolgt.

H2-Hub Emsland

49809 Lingen

Erzeugung: 400 MW bis 2026, 2400 MW bis 2030

Bedarf Industrie: lokal: ca. 30.000 t/a (heute) bis ca. 120.000 t/a, weitere angeschlossene Verbraucher: ca. 300.000 t/a

H2 Bedarf Mobilität: ca. 10.000 t/a

Bedarf insgesamt: ca. 130.000 t/a lokal, weitere ca. 300.000 t/a durch überregionale Verbraucher

Ansprechpartner: Dr. Tim Husmann, husmann@energy-hub-emsland.de

Link: https://h2-hub.de/

Beschreibung: Das Emsland vereint bereits bestehende, dezentrale Vorreiterprojekte (wie beispielsweise die E-Gas-Anlage in Werlte, die bereits seit 2013 grünen Wasserstoff produziert), mit ganzheitlichen, innovativen Wertschöpfungsketten (wie beispielsweise dem CEC Haren Verbundprojekt) und großindustriellen Erzeugungs- und Nutzungskonzepten. Die hervorragenden Voraussetzungen im Bereich Stromerzeugung, Gas- und Stromnetzversorgung sowie das Vorhandensein regionaler und überregionaler Nutzer bilden die Basis für Wasserstoff-Großprojekte, insbesondere rund um den Knotenpunkt Lingen (wie das Lingen Green Hydrogen Projekt der bp und Ørsted, die Projekte GET H2 Nukleus und GET H2 IPCEI (bp, Evonik, Nowega, OGE, RWE, Salzgitter Flachstahl, Thyssengas) oder das Green Crane Lingen Projekt, u. a. Hydrogenious). Insgesamt projektierte 400 MW Elektrolyseleistung bis 2026 sollen bis 2030 um bis zu 2000 MW auf insgesamt 2400 MW ergänzt werden. Genutzt werden soll der grüne Wasserstoff sowohl im Bereich der Chemie und Petrochemie (u. a. bp, H&R Chemisch-Pharmazeutische Spezialitäten GmbH), in der Mobilität (u. a. H2Agrar, HyExperts Wasserstoffregion Emsland, COSPEL) als auch in Pilotprojekten wie der grünen Stahlherstellung (CO2Grab, Benteler, RWE, LSF) oder der Wasserstoffrückverstromung (RWE).

Im regionalen Wasserstoffcluster der H2-Region Emsland arbeiten Unternehmen, die öffentliche Hand sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen zusammen, um gemeinsam einen überregional bedeutsamen, skalierten Wasserstoff-Nukleus umzusetzen und industrielle als auch dezentrale Erzeugungs- und Anwendungspfade aufzubauen.

Wasserstoff Campus Salzgitter

38228 Salzgitter

Erzeugung: 120 MW

Bedarf Industrie: 300.000 t/a

Bedarf insgesamt: 300.000 t/a

Ansprechpartner: info@wasserstoff-campus-salzgitter.de

Link: https://wasserstoff-campus-salzgitter.de/

Beschreibung: Am Wasserstoff Campus Salzgitter wird das Ziel verfolgt, Wasserstofftechnologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung bis zur Nutzung unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Aspekte zu realisieren und als Ausbildungsplattform für Fach- und Führungskräfte der Region und darüber hinaus zu fungieren.
In einem starken Bündnis arbeiten die Stadt Salzgitter, als Initiatorin, das Projektbüro Südostniedersachen (eine gemeinsame Initiative des Amtes für regionale Landesentwicklung Braunschweig und der Allianz für die Region GmbH) sowie die Unternehmen Salzgitter AG, MAN Energy Solutions SE, Robert Bosch Elektronik GmbH, Alstom Transport Deutschland GmbH und WEVG Salzgitter GmbH & Co. KG an vier bereits gestarteten Projekten zur Wasserstoffmobilität, Speicherung von Wasserstoff in Stahltanks, Fabriktransformation zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette und Konzeptionierung einer grünen Wasserstoffversorgung für die Region Salzgitter. Das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST begleitet alle Teilprojekte aus wissenschaftlicher Perspektive.

Green Energy Hub Helmstedt

38350 Helmstedt

Erzeugung: 400 MW

Bedarf insgesamt: 60.000 t/a

Ansprechpartner: Matthias Elfers / Jan Schymassek, Matthias.elfers@eew-energyfromwaste.com / jan.schymassek@avacon.de

Beschreibung: Helmstedter Power-to-Fuel-Plattform: Methanol aus grünem Wasserstoff auf dem ehemaligen Gelände des Tagebaus und Kraftwerkes Buschhaus in Helmstedt mit ausreichend Flächen zur Implementierung von bis zu 400 MW Elektrolysekapazität bis 2030.

Wasserstoff-Hub Wilhelmshaven/ (Ost-)Friesland

Erzeugung: Ca. 270 MW bis 2027; >1000 MW bis >2030

Bedarf insgesamt: 64.000 t/a (2030); 182.500 t/a (2040)

Ansprechpartner: Dr. Anna Ernst, mail@wirtschaft-wilhelmshaven.de

Beschreibung: Die Region Wilhelmshaven, Friesland, und Wittmund ist seit Jahrzehnten eine bedeutende Energiedrehscheibe für Deutschland, die auf erneuerbare Energieträger umgestellt wird. Die Region verfügt über große Mengen an erneuerbaren Energien, Kavernenspeicher, weiträumige Ansiedlungsflächen, vorhandene Industriestrukturen und Infrastrukturen (u.a. Rohrfernleitungen) und nicht zuletzt über den einzigen Tiefwasserhafen Deutschlands. Im Wasserstoff-Hub sind entsprechend Projekte entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette vom Import, über die Erzeugung, den Transport sowie die Speicherung und Anwendung von Wasserstoff zusammengefasst. Der Wasserstoff-Hub zielt darauf ab Synergien zwischen den einzelnen Projekten zu heben und Kooperationen zu intensivieren.

AquaVentus

27498 Helgoland

Erzeugung: 10 GW

Bedarf insgesamt: 1.500 t/a (2026), 5.000 t/a (2028)

Ansprechpartner: Sebastian Föllner, foellner@aquaventus.org, Malcolm J. Langham, langham@aquaventus.org

Link: www.aquaventus.org

Beschreibung: Der AquaVentus Förderverein verfolgt ein visionäres Vorhaben: Bis zu 1 Million Tonnen Grüner Wasserstoff sollen ab dem Jahr 2035 zwischen Helgoland und Doggerbank gewonnen werden. Unterstützt wird die Initiative von hochinnovativen Organisationen und Forschungseinrichtungen sowie nationalen und international Unternehmen. Die Projektfamilie rund um AquaVentus umfasst mehrere Teilprojekte (AquaPrimus, AquaPortus, AquaSector,AquaDuctus und AquaCampus) entlang der Wertschöpfungskette von der Herstellung von Wasserstoff in der Nordsee bis zum Transport auf das Festland.

Wasserstoffhub Region Heide

25746 Heide

Erzeugung: 2 GW

Bedarf insgesamt: 150.000 t/a

Ansprechpartner: Dirk Burmeister, dirk.burmeister@region-heide.de

Beschreibung: Der Standort der Elektrolyse wird sich in der Nähe der Raffinerie Heide befinden. Von dort aus wird sich der Hub über die Region Heide sowie weitere Regionen erstrecken.

Wasserstoff-HUB ChemCoast Park Brunsbüttel

25541 Brunsbüttel

Erzeugung: 400 MW - 500 MW

Bedarf Industrie: ca. 65.00 t/a

Bedarf Mobilität: ca. 30.000 t/a

Bedarf insgesamt: ca. 95.000 t/a

Ansprechpartner: Dr. Jesko Dahlmann, dahlmann@eg-westholstein.de

Link: https://www.chemcoastpark.de/

Beschreibung: Der ChemCoast Park Brunsbüttel ist das größte Industriegebiet Schleswig-Holsteins und liegt in den Landkreisen Dithmarschen und Steinburg. Auf die bekannten Aktivitäten im Projektverbund „NEW 4.0“ und dem darauf aufbauenden „Norddeutschen Reallabor“ wird hingewiesen. Eine „grüne“ H2-Elektrolyse sowie die angeschlossene H2-Tankstelle konnten 2019 in Betrieb genommen werden. Der Standort Brunsbüttel zeichnet sich durch die besonders hohen Wasserstoffbedarfe in der Industrie (insbesondere im Hinblick auf die Produktion von Ammoniak), den geplanten Wasserstoffproduktionen, dem Potential als Importhafen bzw. „landing point“, sowie der bereits vorhandenen H2-Pipeline zum Standort Heide aus.